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VR-gestützte Therapie für belastete Jugendliche

Durch die großzügige Unterstützung der Miteinander-Stiftung Nürnberg konnte die Stadtmission Nürnberg VR-gestützte Therapie für Jugendlichen mit schweren psychischen Erkrankungen anbieten.

Virtuelle Realität eröffnet in der Angsttherapie neue, eindrucksvolle Wege: Sie schafft einen Raum, in dem Betroffene ihren Ängsten begegnen können: lebensnah und zugleich geschützt. Situationen, die im Alltag überwältigend wirken, werden in der virtuellen Umgebung behutsam erlebbar und verlieren Schritt für Schritt ihren Schrecken. Dabei liegt die besondere Stärke der VR darin, dass sie Sicherheit und Herausforderung miteinander verbindet. Die herausfordernden Situationen können gezielt auf die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden. Das gibt ihnen die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo zu wachsen. So entsteht ein geschütztes Lernfeld, in dem Mut entstehen darf: Erfahrungen werden gesammelt, Selbstvertrauen wächst, und aus anfänglicher Unsicherheit entwickelt sich nach und nach die Fähigkeit, auch reale Situationen souveräner zu meistern.

Lena Kupermann von der Miteinander-Stiftung Nürnberg konnte das VR-System selbst ausprobieren. Sie erlebte, wie es sich anfühlt in zehn Metern Höhe auf einem schmalen Brett zu stehen und nach unten auf die Straße zu schauen oder wie es ist, wenn plötzlich eine Unmenge an Spinnen am Boden herumlaufen.

Neben dem Einsatz in der Angsttherapie wurde die VR-Brille auch in der Therapie von Depressionen eingesetzt – vor allem bei Entspannungstechniken.

Die Rückmeldung der Jugendlichen und Therapeut*innen war durchweg positiv.