Jahrebericht Jugendberatung

Jugendberatung

Das Suchthilfezentrum bot Beratung für Kinder und Jugendliche mit auffälligem Suchtmittelkonsum jeglicher Art an; ebenso für Eltern, die Fragen zur Wirkung von verschiedenen Suchtmitteln und Alkohol im Speziellen hatten bzw. sich vom Umgang ihrer Kinder mit Suchtmitteln und exzessiven Medienkonsum überfordert fühlten. Das Angebot richtet sich auch an Multiplikatorinnen/Multiplikatoren in Einrichtungen, die mit auffällig konsumierenden Kindern und Jugendlichen Kontakt hatten.

Die Schwerpunkte in der Beratung von Kindern und Jugendlichen waren: 

Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen herstellen

Zuhören und Verständnis zeigen

Informationen (auch gesetzliche) geben

Auf Gefahren des Konsums aufmerksam machen

Unterstützung beim Überdenken des bisherigen Konsums anbieten

Verändertes Verhalten fördern

Keine Abstinenzorientierung erzwingen

Zahlen

2017 wurden 37 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren persönlich betreut. Einige der Jugendlichen kamen mehrmals zu Gesprächen. Auch 58 Eltern und Multiplikatorinnen/Multiplikatoren nutzten das Beratungsangebot. Die gleichbleibende Nachfrage zeigt, dass das Angebot sehr gut von den Jugendlichen und den Eltern angenommen wird.

Projekt „Bin dA – Begleitung in die Ausbildung“

Die Miteinander-Stiftung Nürnberg hat es uns ermöglicht, das studentische Projekt “Bin dA – für Dich!“ zu verwirklichen, wofür wir uns recht herzlich bedanken wollen.

Das Projekt „Bin dA – Begleitung in die Ausbildung“ der Rummelsberger Diakonie unterstützt seit dem 1. September 2016 junge Flüchtlinge bei der Integration in eine Ausbildung. Dabei werden Talente und Interessen der Geflüchteten ermittelt, sowie deren Fähigkeiten und Ressourcen gestärkt. Die jungen Menschen sollen eine Perspektive und eine Zukunftsvorstellung entwickeln. Ziel ist das Finden einer passgenauen Ausbildungsstelle und die erfolgreiche Absolvierung. Auch in der Ausbildung unterstützt „Bin dA“ die Jugendlichen weiterhin, erkennt Bedarfe und hilft bei auftretenden Problemen.

Um potentielle Nachhilfelehrer für Flüchtlinge in der Ausbildung zu akquirieren, wurde das Projekt “Bin dA – für Dich!“ von Studenten der evangelischen Hochschule Nürnberg ins Leben gerufen. Ziel ist, dass die Flüchtlinge beim Erlernen und Verstehen der Unterrichtsinhalte Unterstützung erhalten.

Um dies zu erreichen, wurden Berufsschüler als ehrenamtliche Nachhilfelehrer ins Auge gefasst. Somit wurde in mehreren Berufsschulklassen ein Vortrag zu diesem Thema gehalten und über das Projekt informiert. Um in den Berufsschulen werben zu können wurden Flyer, Plakate und Gadgets entworfen. Die nötigen finanziellen Mittel für die Produktion erhielten wir dankenswerterweise von der Miteinander-Stiftung Nürnberg.

Zum Flyer des Projekts „Bin dA – Begleitung in die Ausbildung“

Kita Terrabia stellt sich vor

KitaTerrabia1

„Kita Terrabia gUG" ist eine Einrichtung, in der 29 Kindergartenkinder und 15 Krippenkinder betreut werden. Durch unsere Lage im Süden von Nürnberg, betreuen wir einige Familien, die sehr eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten haben. So können manche Familien in unserer Einrichtung den Eigenanteil für die Essensversorgung ihrer Kinder durch unsere Einrichtung nicht bezahlen. Aber gerade das gemeinsame Essen von gesunder und abwechslungsreicher Kost ist so wichtig für die gesunde Entwicklung der Kinder. Deshalb legen wir auf die gemeinsamen Mahlzeiten so großen Wert.

SinN-Stiftung

Bericht über den Theaterworkshop der SinN-Stiftung vom 17.-21. August 2015, Kirchengemeinde St. Leonhard-Schweinau

Alica und Karyna mit ihren Kunstgruppen

Wir bedanken uns bei der Miteinander-Stiftung Nürnberg , dass sie uns diesen Workshop ermöglicht hat. Teilnehmer waren 50 Kinder, darunter 11 Flüchtlinge aus den benachbarten Gemeinschaftsunterkünften. Die vier Neigungsgruppen (Schauspiel, Chor, Kunst und Tanz) wurden von Fachpädagoginnen (drei davon mit russischsprachigem Zuwanderungshintergrund) geleitet. Unterstützt wurde ihre Arbeit von ehrenamtlichen Helfern und Praktikanten. Eingebettet war der Workshop in eine fünftägige Tagesbetreuung mit Frühstück und warmem Mittagessen. Die 12 Ehrenamtlichen (alle russischsprachige Zuwanderer oder Flüchtlinge) und Praktikanten (überwiegend russischsprachige Zuwanderer oder Flüchtlinge) arbeiteten harmonisch und effektiv zusammen. Die Bedeutung der Mitarbeit in einem Team, das Angenommensein und Gebrauchtwerden ist für Zuwanderer mit Bleibestatus sowie für Flüchtlinge im Kinder- und Erwachsenenalter ein wichtiges Mittel der Integration.

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Projektbericht: Fahrradwerkstatt am SFZ Langwasser

Im Schuljahr 2016/17 wurde am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Langwasser eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Die Werkstatt findet als Arbeitsgemeinschaft, eingebunden in das Ganztageskonzept statt. Dank der finanziellen Unterstützung der Miteinander-Stiftung Nürnberg war es möglich, die Werkstatt aufzubauen und das nötige Werkzeug anzuschaffen.

Die Fahrradwerkstatt ist Teil des „gebundenen Ganztags“ am SFZ Langwasser. Die Schule bietet seit 2013 in Kooperation mit der Einrichtung JiG – Jugendarbeit in Ganztagsschulen, getragen durch den KJR Nürnberg-Stadt, einen gebundenen Klassenzug an. Die  Schüler/-innen werden von 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr in einer Klasse unterrichtet. Es wird gemeinsam gelernt, gegessen und die Freizeit gestaltet. In gemeinsamen Arbeitsgemeinschaften (kurz AG‘s) wurden außerschulische Bildungsinhalte in den Stundenplan integriert. Hier können die Kinder anders als im normalen Regelunterricht durch verschiedene praktische Tätigkeiten neue Wissensgebiete entdecken.

Mit der Fahrradwerkstatt wurde versucht, ein für die Oberstufe interessantes Angebot zu entwickeln: Gemeinsam mit der Klassenlehrerin und einem pädagogischen Betreuer, der bereits andernorts eine Fahrradwerkstatt in einem Jugendzentrum leitet, lernen die Schüler/-innen, wie man Fahrräder auf deren Verkehrssicherheit hin überprüft und wie man sie repariert. Mitschüler/-innen haben die Möglichkeit ihr eigenes Fahrrad mitzubringen, um es im „Sicherheitscheck“ überprüfen zu lassen. Kleine Reparaturen können direkt vor Ort vorgenommen werden.

Die Teilnehmer der Fahrradwerkstatt lernen nicht nur, welche Bestandteile ein Fahrrad hat, wie man sie anbaut, demontiert und instand setzt. Sie bekommen auch mit, wie es in einer „echten Werkstatt“ zugeht und wie man achtsam und konstruktiv mit Material, Werkzeug und auch Kolleg/-innen umgeht. Dies alles ist im späteren Berufsleben wichtig. Gerade Mädchen profitieren hier doppelt, da sie die Möglichkeit erhalten, in einen für Frauen untypischen Beruf hinein zu schnuppern. Nicht nur für die berufliche Zukunft lernt man etwas, sondern auch für den Alltag. Warum Geld für Sprit oder eine Fahrkarte ausgeben, wenn man doch auch mit dem eigenen Fahrrad von A nach B kommt? Wenn man mal einen platten Reifen hat, wird der ganz fix wieder repariert. Und eine verschlissene Kette wird bemerkt und rechtzeitig getauscht, bevor der restliche Antrieb den Geist aufgibt. Das ist ökologisch wertvoll, gibt Selbstvertrauen und ein Stück wertvoller Autonomie.

Ein Schuljahr hat die Gruppe nun gemeinsam gearbeitet und Erfahrungen gesammelt. Wir ziehen eine positive Bilanz. Gerade im Frühjahr haben viele Schüler/-innen und auch Lehrer-/innen das Angebot wahrgenommen und ihre Fahrräder zum „Sicherheitscheck“ vorbeigebracht. Die teilnehmenden Schüler/-innen konnten jede Menge Wissen sammeln und dieses praktisch anwenden.  In der Zukunft werden Teilnehmer/-innen viele Probleme am Rad eigenständig beheben und selbst zu Hand greifen.

Ohne die Unterstützung durch die Miteinander-Stiftung wäre der Aufbau der Werkstatt nicht möglich gewesen. Zwar gab es von der Regierung ausreichend Unterstützung für die Personalkosten, Sachmittel werden jedoch zweitrangig behandelt. Diese waren für das vorliegende Angebot jedoch essentiell wichtig!

Wir freuen uns sehr, dass wir die Werkstatt nun langfristig an der Schule anbieten können!