Zum zweiten Mal nach 2009 fand in Nürnberg der Ökumenische Stiftungstag statt. Unter dem Motto "Stiften Frauen anders?" diskutierten Verantwortliche aus dem Stiftungswesen der katholischen und evangelischen Kirche zusammen mit Stifterinnen und Stiftern über Motivation, Umsetzung und Zielsetzung von Stiftungsgründungen. Auch die Miteinander-Stiftung Nürnberg war auf dem Stiftungstag vertreten.

(Auszug aus der Pressemitteilung von Elke Pilkenroth zum 2. Ökumenischer Stiftungstag in Nürnberg, 12.11.2010)

Katholische und Evangelische Kirche laden zum 2. Ökumenischen Stiftungstag nach Nürnberg.
 

Deutschland im Stiftungsboom – dank Frauen!

In Bayern gab es bis zum Jahr 2004 im evangelischen Bereich 100 Stiftungen, 2009 bereits 200! "Dieser Boom", so Stiftungsfachmann Popp, "ist vor allem auf das steigende stifterische Engagement von Frauen zurückzuführen." Der Anteil der von Frauen errichteten Stiftungen sei in den vergangenen Jahren um 50 Prozent gestiegen. "Die Wirkung der Gleichstellung der Frau ist im Stiftungswesen angekommen." Interessant sei die unterschiedliche Motivation der beiden Geschlechter: Frauen stiften gerne auf sozialer Ebene, Männer eher im Bildungsbereich. "Bei Männern steht oft im Vordergrund, dass ihr Name erhalten bleibt, während bei Frauen die Stiftungen meist nicht den eigenen Namen tragen, sondern das soziale Engagement wichtiger ist." Rainer Scherlein, Koordinator des 2. Ökumenischen Stiftungstages, berichtet, dass das Ziel beispielsweise des Stiftungszentrums im Erzbistum Bamberg sei, den Stiftungsgedanken in die Öffentlichkeit zu bringen. "Heute gewinnt immer mehr die Bürgerstiftung an Bedeutung", weiß Scherlein aus seinem Alltag als Fundraiser der Erzdiözese Bamberg.

Agnes Chrambach, die nach einer Erbschaft die Miteinander-Stiftung Nürnberg im Jahr 2003 gründete, hat mit ihrer Stiftung bislang 13 verschiedene Integrationsprojekte mit etwa 30.000,- Euro unterstützt. "Stiftungszweck ist die Förderung und Unterstützung von Menschen, die in Notlagen geraten sind. Wir wollen benachteiligte Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund in das berufliche und gesellschaftliche Leben integrieren, außerdem die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Religionen fördern sowie psychisch kranke Menschen, verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche unterstützen."

Autor: ep/12.11.2010

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Auszug aus der Pressemitteilung "Frauen stiften anders!", 2010 (pdf)